Zahnarzt Willich


Parodontologie

paradontisis2Fast ¾ der Erwachsenen in Deutschland leiden unter einer Parodontitis. 20,5 % sogar an einer schweren Form. Bei einer Parodontitis (umgangssprachlich auch Parodontose genannt) handelt es sich um eine Entzündung des Zahnhalteapparates, die zumeist ihre Anfänge in einer bakteriell bedingten Zahnfleischentzündung hat. Knochenabbau und Zahnfleischtaschen, in vorangeschrittenen Stadien auch Zahnlockerung bis hin zum Zahnverlust, sind die Folge. Aber nicht nur im Bereich der Mundhöhle führt eine Parodontitis häufig zu schweren Folgeerkrankungen. Eine Parodontitis hat negative, häufig auch wechselseitige Auswirkungen auf Diabetes, Rheuma, Lungenerkrankungen, Krebsrisiko und Herzkreislauferkrankungen. So ist das Herzinfarkt-/ Schlaganfallrisiko bei einer unbehandelten Parodontitis doppelt so hoch. Auch in der Schwangerschaft schadet die Parodontitis nicht nur der Mutter, da das Risiko einer Frühgeburt um das 7-Fache erhöht ist.

Parodontitis – Wie kann man der Zahnfleischentzündungen vorbeugen?

Vorbeugen lässt sich diese Erkrankung meist durch die tägliche optimale Mundhygiene besonders in den Zahnzwischenräumen, Nicht-Rauchen, korrekte Einstellung einer eventuellen Diabeteserkrankung sowie eine regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt und die Durchführung einer professionellen Zahnreinigung. So kann auch selbst bei einer genetischen Prädisposition die Parodontitis häufig verhindert werden.

Wie wird Parodontitis behandelt?

Ziel einer Parodontitistherapie ist, das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen, indem die Reizfaktoren, Bakterien und deren Anheftungsmöglichkeiten reduziert werden und der Knochen erhalten bleibt. Am Anfang stehen die klinische, röntgenologische und bei aggressiven Formen auch die mikrobiologische Diagnostik sowie die Parodontitis-Vorbehandlung, ähnlich der professionellen Zahnreinigung, mit dem Ziel, dass das Zahnfleisch entzündungsfrei wird. Danach wird an den betroffenen Zähnen eine sogenannte geschlossene Parodontitistherapie vorgenommen, in der in den Zahnfleischtaschen die Wurzeloberflächen mittels Ultraschall und Handinstrumenten gereinigt und geglättet werden. Wahlweise kann hier der Laser  zur zusätzlichen Taschensterilisation hinzugenommen werden. In den Fällen, in denen nach der abgeschlossenen Parodontitistherapie immer noch sehr tiefe Zahnfleischtaschen bestehen, kommt es zu chirurgischen Maßnahmen. In manchen Fällen ist es auch sinnvoll, verlorenes Gewebe wieder zu ersetzen. Dies muss aber individuell entschieden werden. Der Erfolg der Behandlung ist entscheidend von der Mitarbeit des Patienten, der entsprechenden Nachsorge und Kontrolle durch den Zahnarzt sowie regelmäßigen professionellen Zahnreinigungen abhängig.

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